Heika vom Reesenufer FCI   

   

Erinnerungen an Antje und Henny

  Bevor Heika zu uns kam, waren schon zwei Hündinnen
bei uns eingezogen. 

Im September 1984 kam Antje vom Waldhufendorf
mit ca. drei Jahren zu uns, weil ihr Frauchen verstorben war
war sie wieder zur Züchterin zurück gekommen.

Die Hündin war durch wenig gute Erfahrungen mit männlichen Personen in der Welpenzeit und nach dem Tod von ihrem Frauchen  ängstlich, aber dennoch bei Frauen sehr anhänglich, lieb und verschmust.  

Vertrauen zu Männern, und somit auch zu Herrchen,
konnte sie anfänglich nicht aufbauen.
Aber so ist das eben, wenn erwachsene Menschen Welpen nicht gut behandeln.
Nachdem wir die Züchterin noch einmal besucht haben,
ist Antje auf Herrchens Schoß gesprungen und wollte nur noch mit uns nach hause fahren.
Leider hat unsere Antje die Ängstlichkeit ihr Leben lang begleitet, jedoch die Anhänglichkeit zu uns beiden war sehr intensiv.

Mit 9 Jahren verstarb unsere Antje leider an Krebs.

Wir waren sehr traurig, denn die Zeit mit Antje war anfänglich etwas schwierig,

dann aber wunderschön und wir waren dankbar, dass wir sie bei uns hatten und sie sich bei uns wohlgefühlt hat.

 


Im Juli 1991 kam Henny von der Hermannsbank als Welpe zu uns.
Sie machte uns sehr viel Freude.
Henny war lieb, anhänglich und sehr verschmust.
Auch sie war leider in gewissen Situationen etwas ängstlich.
Wie wir später erfahren haben, waren Antje und Henny
ganz weitläufig miteinander verwandt.
Henny war eine lebensfrohe, anhängliche Hündin.

Bis auf die letzten 2 Jahre war Henny kerngesund.

06.10.2005

     Henny beim Sonnenbad auf dem Balkon

Doch dann, mit ca. 12 Jahren, begannen Probleme mit dem Herzen, die anfänglich noch homöopathisch und pflanzlich behandelt werden konnten.
Mit 14 Jahren wurde es dann ernst. Henny hatte Wasser im Körper und bekam Luftnot.
Mit einer entsprechenden Medikation konnten wir auch das in den Griff bekommen.

Nach einer Prüfung in unserer Gruppe, als ich abends spät nach Hause kam, begrüßte mich Henny ganz überschwänglich. Das war eigentlich nicht normal, denn Henny war sonst ganz beleidigt, wenn ich so lange weg war! Und das im Allgemeinen auch noch am anderen Tag!

Sofort bin ich mit ihr spazieren gegangen.
Sonntags wiederholte sich das Ganze. Uns war bei diesem Ablauf gar nicht wohl!

In der Nacht von Sonntag auf Montag fing Henny an zu klagen und morgens stellten wir fest, dass sie den Kopf nicht mehr niedergelegt hat.
Die Tierärztin wurde verständigt. Wir haben noch einen Tag gewartet, an dem dann fragende und bittende Blicke von ihr kamen.
Am 15. November 2005 mussten wir von Henny Abschied nehmen,

und sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Dieser Abschied hat sehr weh getan und

wir waren beide sehr traurig, aber für die Hündin war es eine Erlösung. 
Das Herz war sehr stark vergrößert.

Wir bedanken uns bei beiden Hündinnen für das, was sie uns an Zuneigung,
Liebe und Anhänglichkeit zurückgegeben haben.

Diese Beiden haben es geschafft, schlechte Stimmung in bessere
oder gute zu verwandeln. 

Vor allen Dingen Henny hat gespürt, wenn Frauchen oder Herrchen
traurig waren. Sie hat dann auf ihre Art getröstet.
                 
Antje und Henny sind bei uns im Herzen noch heute präsent.
Wir werden euch zwei nie vergessen, denn ihr habt uns
sehr viel gegeben.

Ich habe durch Antje und Henny sehr viel gelernt und bin, da beide Mädels auf Frauchen fixiert waren, ganz besonders dankbar, dass sie bei uns sein durften.

Danke für alles!


Aktualisiert: 21.05.2016